Wohnungspreise in Hamburg – teurer Norden, erschwinglicher Süden

Bei den Wohnungspreisen in Hamburg ergeben sich vor allem im Hinblick auf die geografische Lage erhebliche Unterschiede. Während der Norden der Stadt ein hohes Preisniveau besitzt, gibt es im Süden wesentlich günstigeren Wohnraum zu erwerben.

Die teuersten Stadtteile Hamburgs

Hamburg zählt bezüglich seiner Wohnungspreise zu den teuersten Städten Deutschlands. Lediglich Berlin, Stuttgart, Frankfurt am Main und München weisen höhere Preise für Wohnungen auf als die Hafenstadt. Besonders beliebt und damit teuer sind einige Stadtteile im Norden. In Harvestehude müssen Interessenten tief in die Taschen greifen, um eine Wohnung zu erwerben.

So kostet eine Wohnung hier aktuell etwas über 9000 Euro pro Quadratmeter. Außerdem hat der Stadtteil in den letzten Jahren einen Anstieg bei den Preisen erfahren, der wahrscheinlich auch noch eine Zeit lang anhalten wird. Direkt an Harvestehude angrenzend befindet sich der Stadtteil Rotherbaum. Auch hier bewegen sich die Immobilienpreise auf einem sehr hohen Niveau. Tatsächlich liegt der ermittelte Preis pro Quadratmeter für eine Wohnung mit 9500 Euro noch etwas über dem in Harvestehude. Etwas günstiger, aber immer noch teuer ist die Situation in Uhlenhorst.

Wohnungsknappheit und Förderungsrichtlinien

Der ebenfalls im Bezirk Eimsbüttel gelegene Stadtteil weist einen durchschnittlichen Wohnungspreis von rund 8500 Euro auf. Im Nordwesten Hamburgs zählen Blankenese und Nienstedten im Bezirk Altona zu den teuersten Stadtteilen. Mit 7600 Euro pro Quadratmeter in Blankenese beziehungsweise 7400 Euro in Nienstedten belaufen sich die Preise aber etwas unterhalb derer in Eimsbüttel. Wer direkt in der Innenstadt der Metropole eine Wohnung erwerben möchte, sollte ebenfalls das nötige Kleingeld mitbringen. Für eine Wohnung in der Altstadt fallen 8200 Euro an Kosten pro Quadratmeter an.

In diesen Stadtteilen gibt es noch günstigen Wohnraum

Im Vergleich zum Norden der Stadt relativ günstig schneidet der Teil südlich der Elbe ab. So sind die Wohnungspreise in Finkenwerder mit 4100 Euro deutlich unter denen in den teuren ​Vierteln angesiedelt. Etwas teurer, aber immer noch vergleichsweise erschwinglich ist die
Lage in Neuenfelde. Hier fallen für den Quadratmeter Wohnung aktuell 5200 Euro an.

Noch etwas günstiger ist der Bezirk Harburg ganz im Süden der Hafenstadt. In Wilstorf liegt der durchschnittliche Preis für eine Wohnung derzeit mit 4400 Euro zwar über dem in Finkenwerder. Allerdings kann der Stadtteil Marmstorf mit relativ erschwinglichem Grund aufwarten. 3500 Euro werden hier für einen Quadratmeter fällig. Damit bewegt sich der Stadtteil preislich fast 6000 Euro unterhalb der teuersten Viertel Hamburgs und dürfte für Menschen auf der Suche nach günstigem Wohnraum in Hamburg interessant sein.

Preisanstieg für Hamburg erwartet

Wie viele andere Städte bleibt auch Hamburg nicht vom Preisanstieg bei Wohnungen verschont. Aktuellen Prognosen zufolge sollen die Preise bis Ende des Jahres hier um elf Prozent ansteigen. Statistisch gesehen würde sich der Preis für eine Wohnung in der Hansestadt dann auf knapp 6000 Euro pro Quadratmeter erhöhen. Dabei ist davon auszugehen, dass sich dieser Effekt in den beliebten Stadtteilen im Norden stärker äußern wird als im Süden. Wer auf der Suche nach günstigem Wohnraum in Hamburg ist, sollte also besonders in den Süden schauen. Darüber hinaus bleibt auch der Speckgürtel der Stadt interessant.

Tipps für die Wohnungssuche in Hamburg – so klappt’s endlich!

Die Wohnungssuche in Hamburg gestaltet sich meist nicht einfach, denn es gibt viel zu wenig Wohnungen und bezahlbar ist der Wohnraum oft gar nicht. Bei einer Besichtigung stehen reihenweise andere Wohnungssuchende vor der Tür, doch es gibt einige Tricks, um doch eine günstige Wohnung zu finden.

Eine Wohnungsbesichtigung muss man sich heutzutage so verstellen, als ob man sich um eine freie Arbeitsstelle bewerben würde. An erster Stelle sollte man pünktlich erscheinen, der Vermieter sieht dann gleich: Es ist ein zuverlässiger Mieter. Sehr gut wäre es auch, gleich zum Termin eine Mappe mit Bescheinigungen mitzubringen, damit man dem Vermieter die benötigten Unterlagen gleich überreichen kann. Erkundigung sind vorher einzuholen!

Was gehört in die Mappe für die Wohnungsbesichtigung?

Besonders wenn man nach günstigen Wohnungen in Hamburg Zentrum Ausschau hält, ist eine Bewerbungsmappe eigentlich Pflicht. Eure meisten Mitbewerber werden auf jeden Fall eine haben. Viele Studenten bringen auch gleich die schriftliche Absicht zur Bürgschaft ihrer Eltern mit – daran lässt sich erkennen, wie umkämpft der Wettbewerb ist. Bei einer Besichtigung einer 2-Zimmer Etagenwohnung mit Balkon in Barmbek-Süd oder Sternschanze, können schon mal locker 50 Leute erscheinen. Chance also 1:50 + X!

  • Kurzer Lebenslauf mit Foto (achte darauf, dass es professionell wirkt und das Foto sympathisch ist).
  • Ein kleines Begleitschreiben ist unabdingbar! Mit den richtigen Worten, kann man sich von der Konkurrenz abheben.
  • Eine ordentliche Mieterselbstauskunft, diverse Vorlagen dazu befinden sich im Netz.
  • Eine Schufa-Auskunft die zeigt, dass man liquide und zahlungswillig ist.

Kopien der letzten drei Gehaltsabrechnungen und Kopien vom Personalausweis (Vorderseite + Rückseite) sollte man erst übermitteln, wenn die Sache konkreter wird. Man schützt so die eigenen Daten! Das ist natürlich im Anschreiben zu vermerken.


Lektüretipp: Der Mietercoach ist ein sehr hilfreicher Ratgeber auf dem Weg zur ersehnten Wohnung in Hamburg. Das Taschenbuch (auch erhältlich als Kindle) zeigt bewährte Techniken, Tricks und Kniffe wie man die passende Wohnung findet und den Vermieter für sich gewinnt. Der Ratgeber, geschrieben von einem Immobilienmakler aus München, zeigt wie an den begehrten Mietvertrag erhält.


In Hamburg wohnen bedeutet Abstriche machen

Die eigenen Vorstellungen erfordern Abstriche und Flexibilität, denn eine günstige Wohnung ist oft nicht mit den eigenen Wünschen zu vereinen. Man sollte sich nicht auf eine bestimmte Quadratmeterzahl festlegen und auch der Stadtteil muss flexibel gewählt werden können. Muss ein Balkon sein? Wird ein Dielenboden gewünscht? Alle Wohnungssuchende müssen Abstriche machen, also muss vorher klar sein, auf was man wirklich Wert legt und auf was man verzichten kann.

Altbau statt Neubauwohnung

Nutze Deine soziale Reichweite!

Die Wohnungssuche ist kein Geheimnis, Freunde, Bekannte, Verwandte und Facebook müssen wissen, dass man eine Wohnung sucht und wie die eigenen vier Wände aussehen sollen. Denn viele Wohnungen werden durch persönliche Kontakte vermittelt. Also sollte die Suche auch publik gemacht werden. Von Vorteil ist es auch, wenn man Mitglied einer Baugenossenschaft ist, es ist eine sehr günstige Variante und die Mitglieder erfahren auf jeden Fall von der freien Wohnung.

Bei Facebook gibt es auch diverse Gruppen und Communities für die Wohnungssuche in Hamburg – beispielsweise „Wohnungen Hamburg“ oder „Wohnungen.frei.in.Hamburg“. Also statt nur die eigene Reichweite zu nutzen, auch einfach mal in den Gruppen von Facebook stöbern!

Junges Pärchen beim Umzug in Hamburg

Gib Dich nicht zu kritisch!

Szene-Viertel sind zu vermeiden, denn hier sind die Mieten besonders hoch. Außerhalb des Stadtzentrum sind die Miet-Wohnungen oft günstiger, aber genauso schön. Mitten in der Stadt sind oft 40 Leute und mehr an der Wohnung interessiert, etwas außerhalb sind es „nur“ 15. Kommt es zu einer Besichtigung sollte man sich auf jeden Fall taktisch klug verhalten. Es darf auf keinen Fall erwähnt werden, dass der zukünftige Mieter im Mietverein ist. Ein Zollstock, um die angegebene Quadratmeterzahl nachzumessen, sollte auch zu Hause bleiben. Ein guter Eindruck muss auch hinterlassen werden, ein gepflegtes Erscheinungsbild ist „Pflicht“.

Letzten Endes entscheidet der Vermieter, wem er die Wohnung überlässt und mit einem gepflegten Äußeren steigen zumindest die Chancen. Beim Mietrecht sollte man sich zurückhalten, kein Vermieter möchte Belehrungen und Vorschriften seitens der Mieter.

Auf diese Dinge kommt’s bei der Wohnungssuche in Hamburg an: Immer freundlich bleiben (freundlich heißt nicht Arschkriecher), eine überzeuge Mappe, deutliches Interesse vermitteln, eine seriöses Erscheinungsbild und zu guter Letzt natürlich Euer monatliches Einkommen. Somit kommt ihr sicher in die engere Wahl. Weitere Tipps rund um die Wohnungssuche findet Ihr in unserem Ratgeber!

Noch ein paar Tipps für Studenten und Azubis auf Wohnungssuche

Der Zulassungsbescheid der UNI Hamburg oder HAW ist da – hurra, aber wo denn nun wohnen? Im Folgenden ein paar Tipps speziell für Studis und Azubis.

  • Am Besten sucht ihr auf den schwarzen Brettern in der Universität (insb. im Mensenbereich) als auch beim Studentenwerk. Dort gibt es meist eine Menge von Angebote, meist handelt es sich hier um freie Zimmer in WG’s.
  • Nutzt das Onlineportal der Mitwohnzentrale – hier gibt es viele Zimmer in WG‘s auf Zeit oder Zimmer zur Untermiete.
  •  Örtlichen Wohnungsgenossenschaften in Hamburg scheinen zwar ziemlich ausgebucht- dennoch ist es ein Versuch wert.

Hier zum Artikel: 24 Einrichtungstipps für kleine Wohnungen – schlau gestalten

(Artikel: ahoihamburg.de – Bilder dank Fotolia & Tijana)

Immobilienmarkt: Nun werden sogar die Büroflächen in Hamburg knapp

Der Run auf attraktive Lagen und Räumlichkeiten sorgt für Knappheit: Im Vergleich zum Vorjahr ist die Neuanmietung von Büroflächen in Hamburg um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Der Grund: Es gibt immer weniger Objekte, die sich anmieten lassen.

Neuvermietung von 250.000 Quadratmetern

Wie das Maklerhaus Jones Lang LaSalle berichtet, wurden im ersten Halbjahr in Hamburg 250.000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet – ein Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Von den sieben größten Standorten für Büroflächen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Köln, München, Hamburg und Stuttgart) verzeichnet lediglich Köln mit 26 Prozent einen stärkeren Rückgang.

Starke Nachfrage in Hamburg

Die Gewerbemakler Hamburgs sehen der Zukunft trotzdem gelassen entgegen, die Nachfrage nach Büroflächen ist ungebremst groß. Allerdings wird es für Interessenten immer schwieriger, in der Hansestadt geeignete Büroflächen zu finden. Der Leerstand beträgt zurzeit nur 3,9 Prozent oder etwa 540.000 Quadratmeter. An der Büroraumknappheit wird sich in naher Zukunft kaum etwas ändern. Zwar werden in diesem und im kommenden Jahr etwa 330.000 Quadratmeter neuer Bürofläche fertiggestellt, doch ungefähr 60 Prozent sind bereits vermietet. Es bleiben lediglich 135.000 Quadratmeter an neuer Freifläche übrig. Der Schwerpunkt der Bautätigkeit liegt in der Hamburger City: 87.000 Quadratmeter, verteilt auf 18 Bauprojekte.

Der Run auf Büroflächen ist ein Indiz für die boomende Konjunktur in der Hansestadt und beeinflusst zudem die Auftragslage anderer Branchen – zum Beispiel die der Reinigungsbranche. Die Dienstleister für Gebäudereinigung in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern beschäftigen laut Gebäudedienstleister Landesinnung Nordost mehr als 30.000 Mitarbeiter und dürften bis auf Weiteres gut ausgelastet sein.

Büromieten steigen – Verdrängungswettbewerb droht

Nach Berechnungen des Immobilienmaklers Grossmann und Berger ist die Durchschnittsmiete für Büroflächen in Hamburg gegenüber dem vergangenen Jahr um 6,1 Prozent gestiegen (ohne Nebenkosten). Zurzeit liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 15,70 Euro.​ Für 2019 rechnen die Experten von Grossmann und Berger mit einer Verschärfung des Wettbewerbs durch das geringe Büroflächenangebot. Bei den Flächen in besonders begehrten Lagen prognostizieren sie einen weiteren Anstieg der Nachfrage, was in einigen Bereichen zu einem Verdrängungseffekt und zu weiter ansteigenden Preisen führen könne.

Studieren und Wohnen in Hamburg – die beliebtesten Stadteile

Studieren in Hamburg – ein Wunsch, den sich viele junge Menschen erfüllen. Doch nicht nur der Platz an der Universität muss her, sondern auch eine Bleibe. Viele Studenten gehen daher schon früh auf Wohnungssuche. Die Nachfrage nach WG-Zimmer, 1-Zimmer-Wohungen und studentenfreundlichem Wohnraum steigt immer mehr an. Worauf sollten Studenten achten und was sind die beliebtesten Stadtteile zum Leben?

In welchem Stadtteil wird man fündig?

Hamburg hat eine Vielzahl an Stadtteilen. Die Mietpreise, Wohnlagen und Angebote sind jedoch komplett verschieden. Daher lohnt es sich, zunächst herauszufinden, welche Ansprüche man selbst an sein neues Zuhause hat. Somit lässt sich der optimale Stadtteil ausfindig machen. Besonders begehrt ist der Stadtteil Rahlstedt, der sich in den letzten Jahren vom Randbezirk immer mehr zu einem kleinem In-Stadtteil entwickelt. Nicht zuletzt aber auch, weil wohnen hier noch für kleines Geld möglich ist. Viele Junge Leute und gute Möglichkeiten, sich die Zeit abends in einigen netten Bars und Kneipen zu vertreiben machen Rahlstedt interessant. Hier lassen sich Wohnungen von einem Zimmer bis zu mehr als vier Zimmer in großer Menge finden. Wer sich also in der Wahl der Räumlichkeiten flexibel anpassen kann, sucht am besten in Rahlstedt oder Barmbek-Nord.

Tipp: Werft außerdem mal einen Blick nach Dulsberg oder Hamm! Beides relativ zentral und die Mieten sind finanzierbar – auch für arme Studenten.

Altbau statt Neubauwohnung

Barmbek-Süd hingegen kann mit einem besonders breitgefächerten Angebot an 2-Zimmer Wohnungen begeistern. Gleiches gilt für die Stadtteile Eppendorf, Hamm und Bahrenfeld. Auffallend ist Harvestehude. In diesem Ortsteil werden Suchende speziell dann fündig, wenn Sie nach mindestens 4-Zimmer suchen. Dies bietet die perfekte Gelegenheit, um eine Wohngemeinschaft mit mehreren Mitgliedern zu eröffnen. Jedoch müssen die WG-Mitglieder auch ein paar Euro mitbringen – denn Harvestehude ist nicht nur zentral und schön, sondern auch schön teuer.

Mit welchen Preisen ist zu rechnen?

Damit eine Wohnungssuche überhaupt gelingen kann, musst Du die richtigen Erwartungen mitbringen. Wer mit falschen Vorstellungen von Preis und Leistung in die Suche startet, wird spätestens nach wenigen Wohnungsanzeigen bitter enttäuscht. Im Internet können zahlreiche verschiedene Übersichten eingesehen werden. Diese geben Aufschluss über die Preisentwicklung. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass es sich bei den Angaben immer um Medianwerte handelt. Dieser Wert ist lediglich ein Mittel aus allen gesammelten Mietpreis-Daten und kann damit nicht pauschal als Verhandlungsgrundlage genutzt werden.

Wo Hamburg noch im Jahr 2011 einen Mietpreis von 8,8 € pro Quadratmeter in einer Wohnung bis zu 80 m² aufwies, kommt heute ein stolzer Preis von 10,20€ pro Quadratmeter zum Vorschein. In einer 1-Zimmerwohung, die meist nicht mehr als 40 bis 60m² aufweist, müssen Sie aktuell mit einem Kaltmietpreis von bis zu 12 € pro Quadratmeter rechnen.

Wohnungsknappheit und Förderungsrichtlinien

Tipps für die erste Wohnung oder das erste WG-Zimmer

Direkt neben der Universität zu wohnen kann schnell sehr teuer werden. Daher solltest Du Dich auf einen Fußweg oder einen kuren Pendelweg einlassen, um Kosten zu sparen. Meist kann man hohe Summen an Miete einsparen, wenn die Wohnung etwas weiter von der Universität oder Hochschule entfernt ist.

Ebenso bieten viele Studentenwohnheime Zimmer an, welche geräumig und universitätsnah sind – beispielsweise in Wandsbek, Nettelnburg oder Altona. Einziger Haken ist, dass ein wirklicher Kampf um die Zimmer besteht. Daher gilt es, sich besonders früh zu bewerben und einen möglichst guten Eindruck zu machen. Die Bewerbermappe sollte nicht zu vollgepackt sein, aber auch nicht zu spärlich sein. Informieren Sie sich zuvor, welche Informationen hineingehören und welche getrost weggelassen werden können.

Grundlegend ein Tipp: Wenn Wohnungen zu Spottpreisen angeboten werden, als provisionsfrei angepriesen werden oder nahezu perfekt scheinen, solltest Du misstrauisch werden. So kannst Du unschöne Kostenfallen oder Betrugsfälle im Vorfeld entlarven.

 

Wohnen in Hamburg ist teuer – werden die Preise weiter steigen?

Wohnen in Hamburg hat sich in einigen Stadtteilen zum wahren Luxus entwickelt. Das gilt jedoch nicht nur für die Hafencity , in der Ende vergangenen Jahres eine der teuersten Wohnungen der Stadt verkauft worden ist. Für über 10 Millionen Euro wurde eine exklusive Wohnung in der renommiertesten Sehenswürdigkeit der Stadt verkauft – in der Elbphilharmonie! Aber auch in weniger begehrten Lagen haben Miet- und Kaufpreise in der Vergangenheit in Hamburg enorm zugelegt.

Das trifft sowohl auf Mieten als auch auf Kaufimmobilien zu: Bei beiden sind die Preise in den letzten 10 Jahren massiv angestiegen. Experten rechnen im Jahr 2018 zwar mit stabilen Preisen, jedoch weiterhin auf sehr hohem Niveau. In begehrten Lagen oder in Ballungsräumen, in denen die Preise inzwischen schon sehr hoch sind, ist mit einer Entspannung der Lage nicht zu rechnen. Hier wird sogar ein weiterer Anstieg erwartet.

Westliche Stadtteile – kein Ende der Fahnenstange in Sicht

In Hamburg sind weiter steigende Preise bei Immobilien vorprogrammiert. Dies hat vor allem mit dem starken Wachstum zu tun, das die Stadt derzeit erfährt. So wird vor allem in den Quartieren westlich der Alster eine höhere Nachfrage erwartet, als das aktuelle Angebot derzeit erfüllen kann. So sehen es zumindest Immobilienexperten, die auf diesem Gebiet spezialisiert sind. Vor allem in den eleganten Stadtteilen wie Blankenese, Nienstedten und Klein Flottbek ist noch lange nicht mit einer Entspannung der Lage bei Immobilien-Preisen zu rechnen. Die Konsequenz: Preise auf sehr hohem Niveau, die sich auch in den folgenden Jahren – wenn nicht gar Jahrzehnten – bemerkbar machen werden.

Warum sind die Stadteile im Westen Hamburgs so beliebt?

Ein Grund für die Beliebtheit der westlichen Stadtteile ist mit Sicherheit die Nähe zu städtischer Umgebung bei gleichzeitiger Nähe zur Natur. Wer will, kann die quirlige Stadt mit Kultur und Einkaufsmöglichkeiten erleben. Aber auch die Rückzugsmöglichkeiten in natürlicher Umgebung sind gerade hier nicht zu unterschätzen: Die Elbe direkt vor der Haustür, der botanische Garten in Klein Flottbek, der Jenisch Park, der Hirschpark, das Treppenviertel in Blankenese und vieles andere mehr sind wahre Naherholungsgebiete.

► Weitere Tipps und Neuigkeiten zum Leben & Wohnen in Hamburg in unserem Ratgeber entdecken.

Wohnungssuche in Hamburg: Flexibilität unverzichtbar

Das Leben in Hamburg ist von Kontrasten geprägt, gleichermaßen wie die Immobilienlandschaft. Wer in der Freien Hansestadt dauerhaft leben möchte, muss bei der Wohnungssuche flexibel sein. Denn freier Wohnraum ist gefragt und schnell vergeben. Clevere Recherche und schnelle Entscheidungen können den Unterschied machen. Die hier aufgeführten Informationen sollen die Suche nach dem neuen Zuhause vereinfachen.

Seit die Mauer fiel, steigt die Einwohnerzahl Hamburgs unaufhörlich. Dementsprechend kommt der Wohnungsmarkt der zweitgrößten Stadt der Bundesrepublik an seine Grenzen. Um der Knappheit von Wohnraum entgegen zu wirken, sollen in der Hansestadt jährlich mehrere tausend neue Wohnungen gebaut werden. Allein im Jahr 2014 entstanden über 6.000 neue Wohnungen und 2000 Sozialwohnungen, um dem Andrang zumindest teilweise gerecht zu werden.

Gespannt blickt die Stadt auch auf den Ausbau des Stadtteils HafenCity. Bis spätestens 2030 soll das Mammutprojekt fertig sein. Rund 14.000 Menschen werden hier künftig ein Zuhause finden. Bis dahin müssen Wohnrauminteressenten anderweitig suchen, das Angebot ist leider nicht besonders üppig. Hinzu kommen steigende Mietpreise aufgrund zunehmender städtebaulicher Entwicklungskonzepte und Sanierungsarbeiten.

Sparpotenzial: Große Wohnungen vergleichsweise günstiger

Sparpotenzial ergibt sich unter anderem bei der Wahl der Immobilienart. Wer auf sanierte Altbauten verzichten kann und den populären Charme nicht unbedingt braucht, zahlt in neueren Geschosswohnungen deutlich weniger. Zudem kann es sich lohnen, beim Recherchieren hinsichtlich der Wohnfläche mehrere Angebote zu vergleichen. Besonders beliebt sind derzeit kleine Wohnungen in Hamburg , die sich vor allem bei Studenten und Singles großer Nachfrage erfreuen. Nicht selten sind Wohnungen mit schon ein paar Quadratmetern mehr nicht viel teurer.

Bei der Suche in den einschlägigen Online-Immobilienportalen lassen sich Wohnfläche und Anzahl der Zimmer komfortabel einstellen, was den Angebotsvergleich erleichtert. Im Idealfall lässt sich ein attraktives Inserat ermitteln, indem mehrere Wohnungsgrößen gegenübergestellt werden. Eine Alternative zur begehrten Singlewohnung sind Wohngemeinschaften. Im Gegensatz zu den kostenintensiven 1-2-Zimmerwohnungen kann bei größeren Wohneinheiten von rund 5-Zimmern deutlich gespart werden. Je mehr Quadratmeter, desto höher ist oft die Ersparnis gegenüber Singlewohnungen.


Wer wohnt wo?

Die Ortsteile der Millionenstadt unterscheiden sich teilweise elementar in Sachen Wohnqualität, Struktur und Charakter. Abwechslungsreich ist der Immobilienmarkt in Allermöhe im Bezirk Bergedorf, einem für Familien mit Kindern idealen Wohnort. Neben traditionellen Reetdachhäusern in Alt-Allermöhe entstanden in Neu-Allermöhe viele Etagenhäuser mit maximal vier Geschossen. Auch Schnelsen ist kinderfreundlich. Zahlreiche Grünflächen laden zum Spielen, Erholen und Abschalten ein. Zudem gibt es dort relativ günstige Wohnungen zum Mieten. Wer die Nähe zum Wasser liebt, ist in Hohenfelde richtig. Dort gibt es Wohngebiete direkt am Alsterufer. Die Mietpreise sind moderat und Objekte für nahezu jeden Bedarf verfügbar.

Viele Mehrfamilienhäuser beinhalten unterschiedlich große Wohnungen. In Hamburg-Mitte im Stadtteil St. Georg hat sich die Lebensqualität in den letzten Jahren ebenfalls kontinuierlich verbessert. Dank einer Vielzahl von Sanierungen wurde das Stadtbild positiv verändert. Preislich muss in St. Georg allerdings meist mit höheren Mietkosten gerechnet werden als beispielsweise in Hohenfelde an der Außenalster.

Weitere Empfehlungen zu Hamburger Stadtteilen:

Rahlstedt: Im bevölkerungsreichsten Stadtteil fühlen sich Familien wohl. Eine Vielzahl an Einfamilienhäusern, Einkaufsmöglichkeiten und rund 18 Schulen sorgen für ideale Bedingungen.

Altona: In Altona leben viele Senioren aufgrund der ruhigen Lage und der Nähe zum Stadtzentrum. Die Mietpreise sind moderat.

Nienstedten: Hier sind Wohnsiedlungen teuer, für Senioren aufgrund der Lage jedoch ratsam. Erholungssuchende kommen in Nienstedten voll auf ihre Kosten.

Veddel: In Veddel treffen viele Studenten aufeinander, da sie von der Universitätsnähe profitieren. Auch vielfältige Ausgehmöglichkeiten ziehen vermehrt junge Bewohner an.

Eppendorf: Eppendorf verfügt über romantisch gelegene Wohnungen im Altbaustil. Eine perfekte Gegend für Paare. Parks, Erholungsgebiete und die Alster sind nicht weit.

Neustadt: Das Viertel Neustadt ist ebenfalls für Singles prädestiniert. Es gibt viele kleinere Wohnungen und die Nähe zum Park „Planten un Blomen“ garantiert idyllische Stunden im Freien.

Nähere Informationen zu den jeweiligen Stadtteilen sind in unseren Beiträgen zu Bergedorf, Altona und Co. nachvollziehbar.

Günstiges Wohnen für Azubis und Studenten

Bei Studenten und Azubis ist das Geld meist knapp. Um junge Menschen bei der Wohnungssuche zu unterstützen, fördert die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen diese Zielgruppe mit einem speziellen Förderprogramm. Auf der Internetpräsenz des offiziellen Hamburger Stadtportals wird erklärt: „Durch eine „Heruntersubventionierung“ der Brutto-Warm-Miete auf 224 Euro für ein Zimmer in den Fördergebieten Steilshoop und Hamburg-Süd, auf der Veddel und in Wilhelmsburg (Reiherstiegviertel) auf 210 Euro sowie in Mümmelmannsberg auf 190 Euro fördern wir die Neuvermietung von Wohnraum an Studierende und Auszubildende.“ Das Förderprogramm richtet sich insbesondere an Wohngemeinschaften . Wohnungen mit einem oder 1,5 Zimmer sind von der Förderung ausgeschlossen. Welche Voraussetzungen Studenten und Azubis für die Teilnahme am Förderprogramm erfüllen müssen, kann dem zuvor verlinkten Beitrag entnommen werden.

(Artikel: ahoihamburg | Artikelbild: pixabay pajala – alle anderen Bilder: ahoihamburg)

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