Galopprennbahn Hamburg-Horn: Bilder vom Derby-Meeting

Die Galopprennbahn Hamburg-Horn (kurz Horner Rennbahn). Hier findet jährlich das größte und bedeutendste Galoppsport-Ereignis in Deutschland statt: Das Deutsche Derby! Erstmals seit 2019 durften in diesem Jahr auch wieder Zuschauer dabei sein – Corona zum Trotz.

Die Horner Rennbahn besteht seit 1855. Wenn hier nicht gerade dreijährige Vollblutpferde auf der 2400 Meter langen Bahn um die besten Plätze streiten, lässt sich der Innenraum der Horner Rennbahn als Park bestaunen. Auf dem Gelände ist auch die älteste Minigolf-Anlage Hamburgs beheimatet.

Siegerpose am Absattelring

Tribünengebäude von der Geläufseite

Blick von der Tribüne auf die Rennbahn


➤ Tipp für Handy- und Tablet-Nutzer: Bildschirm drehen und die Bilder im Vollformat betrachten. Hier geht’s zurück zu unserem Hamburg Bildarchiv.

Vanillekipferl – so einfach und so lecker mit unserem Rezept

Vanillekipferl sind nicht nur in der kalten Jahreszeit ein Plätzchen-Klassiker. In der Zubereitung gelingen die kleinen Vanille-Leckereien einfacher als man denkt – besonders mit unserem tollen Rezept.

Um Original-Vanillekipferl zu schaffen benötigt man 60 Minuten Zeit, Backpapier und folgende Zutaten:

Zutaten für das Rezept Vanillekipferl

  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g Mandeln (am Besten gemahlen & ohne Haut)
  • 80 g feiner Zucker 2 Eigelbe (Größe M)
  • 1-2 Vanilleschoten (wahlweise Vanillezucker)
  • Prise Salz

1. Mürbeteig zubereiten

Mehl mit in eine Rührschüssel geben. Alle genannten Zutaten hinzufügen. Dann mit mit einem Mixer (Knethaken) zu einem Teig verarbeiten. Beginnen Sie zunächst auf niedrigster Stufe. Teig anschließend auf einer bemehlten Fläche zu einem glatten Teig verkneten.

3. Vanillekipferl formen

Den Teig in 4-5 cm lange Stücke schneiden und zu kleinen Hörnchen formen. Die geformten Stücke auf das Backblech legen.

4. In den Backofen schieben

Die Vanillekipferl aus dem Backofen holen und vom Blech ziehen. Auf dem Papier mit Puderzucker bestreuen. Vanillekipferl erkalten lassen und dann erneut bestreuen.

5. Vanillekipferl genießen

Fertig! Nun lassen sicher rund 80 leckere Vanillekipferl genießen – je nach dem, wie üppig man die einzelnen Kipferl geformt hat. Wir wünschen guten Appetit!

Vanillekipferl zaubern an Weihnachten

Das Kipferl und seine Geschichte

Traditionell sind Vanillekipferl ein deutsch-österreichisch-böhmisches Gebäck. Der Legende nach kamen sie Marie Antoinette, eine Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, im 18. Jahrhundert nach Frankreich. Sie wurden jedoch aus Hefeteig hergestellt und entsprechend der Sichelform des zunehmenden Mondes (bekannt unter: croissant de lune) umbenannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam in Frankreich das heutige Croissant aus Plunderteig auf.

Guten Appetit!

Um die kleinen Kekse ranken sich so einige Mythen. Fakt ist jedoch: Vanillekipferl eignen sich perfekt zum Tee und Glühwein und sind deshalb an Weihnachten so beliebt. Ein wahrer Klassiker, besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zumal die Zubereitung auch so kinderleicht ist.

Weitere tolle Backideen sammeln wir unserer Kategorie Rezepte – beispielsweise Schmalzgebäck wie vom Hamburg Dom zum nachbacken. Bon appétit!

Ahoi – Bedeutung, Entstehung und Herkunft

Ahoi entstammt der deutschen Seemannssprache. Es dient als Signalwort, um ein Schiff bzw. Boot anzurufen. Der maritime Ruf kommt in ähnlicher Aussprache und Schreibung in mehreren Sprachen vor.

In Hamburg ist das Wort „Ahoi“ seit Jahren wieder sehr beliebt. Es ziert T-Shirts, To-Go Kaffeebecher und Werbetafeln. Als Gruß wird Ahoi aber auch in anderen Ländern genutzt. Beispielsweise Tschechien und der Slowakei. Dort allerdings leicht anders geschrieben: „Ahoj“.

Ursprung des Wortes Ahoi

Das englische Ahoy stellt die Ursprungsform vom heutigen Ahoi dar. Die erste Verwendung wurde 1751 nachgewiesen. Die früheste Aufzeichnung für das deutsche Ahoi stammt von 1828. Erfinder Alexander Graham Bell hatte sogar einst vorgeschlagen, das Grußwort auch im US-Telefonverkehr zu nutzen. Ahoj setzte sich hier aber nicht gegen Thomas Alva Edisons Vorschlag „Hello“ durch.

Aussprache & Betonung:

  • Aussprache/Betonung: IPA: [aˈhɔi̯]
  • Gebrauch: Seemannssprache

Synonyme für Ahoi

  • Aloha,
  • Gruetzi,
  • Grüß Dich,
  • Bonjour,
  • Ay!

➤ Wenn Du das nächste Mal jemanden maritim begrüßen möchtest, dann entgegne ihm/ihr doch ein herzliches „Ahoi!“. Hier weitere Hamburger Begriffe und Sprichwörter wie Butter bei die Fische entdecken.

Tschüss – Bedeutung, Herkunft und Definition des Wortes

In Hamburg sagt man Tschüss, so heißt es in einem bekannten Volkslied von Heidi Kabel. Tatsächlich ist der Abschiedsgruß Tschüss bzw. Tschüs in der Hansestadt und im gesamten norddeutschen Raum weit verbreitet. Seinen Ursprung hat das Wort allerdings nicht in Hamburg.

Tschüss stammt vermutlich aus dem niederdeutschen Raum. Es entstand im 20. Jahrhundert aus der Form atschüs bzw. durch die Erweichung des „J“ aus dem niederdeutschem adjüs, wodurch die Kurzform tjüs entstanden ist. „Adjüs“ leitet sich wiederum vom spanischen „Adiós“ ab. Spanische Seefahrer brachten es wohl erstmalig nach Hamburg.

Tschüss oder Tschüs?

Tschüss kann mit einem S oder mit Doppel-S geschrieben werden. Außerdem ist Groß- oder Kleinschreibung möglich: So lässt sich Tschüs oder tschüs, Tschüss oder tschüss sagen.

Aussprache & Betonung:

  • Worttrennung: tschüs, tschüss
  • Aussprache/Betonung: IPA: [t͡ʃyːs]
  • Gebrauch: Umgangssprachlich
  • Alte Rechtschreibung: Tschüß
  • Tschüss auf Spanisch: adiós

Verwendungsbeispiele:

  • „Ich muss los. Tschüss, bis morgen!“
  • „Tschüss, Tantchen! Ruf mich an, wenn Du zuhause bist.“

Passende Synonyme:

Ähnliche Worte wie Tschüss.

  • Auf Wiedersehen,
  • Bye Bye,
  • Ciao,
  • Adieu,
  • Machs gut!

➤ Wenn Du das nächste Mal jemanden typisch-hamburgisch verabschieden möchtest, dann entgegne ihm/ihr doch ein herzliches „Tschüss, bis zum nächsten Mal“. Hier weitere Hamburger Begriffe und Sprichwörter wie Butter bei die Fische entdecken.

ASTOR Film Lounge HafenCity: Premium-Kino am Sandtorkai erleben

Die HafenCity hat endlich ihr erstes Kino: Die Astor Film Lounge am Sandtorkai ist ein wahrer Filmpalast. Mit dem Stil und Charme, den Kinos einst mitgebracht haben – außerdem gibt es Liegesitze, Cocktails und einen Bedienservice am Platz.

Besucher der Astor Film Lounge können sich hier auf ein luxuriöses Kinoerlebnis freuen. Klassische Popcorn und Chips kommen dabei aber nicht zu kurz. Das Filmprogramm ist auch ein bisschen anders als in den Multiplex-Kinos. Klar, hier laufen auch Blockbuster. Das wesentliche Filmprogramm ist aber zwischen Arthouse und ausgewählten Mainstream angesiedelt.

Wein, Cocktails & Snacks per Bringservice

Die besonders bequemen Plätze mit extra viel Beinfreiheit, muss man nicht mal zum Snacks holen verlassen. Popcorn, Cola und Chips kommen direkt über den Bedienservice zum Platz. Auch Longdrinks, Cocktails und erlesene Weine sind im Angebot. Was man hier allerdings vergeblich suchen kann sind Nachos mit Käse. Viel zu krümellastig und unelegant.

Ansonsten aber bietet die Astor Film Lounge alles (wirklich alles!) zum perfekten Kinoerlebnis. Die LED-Show vor den Hauptfilmen rund dieses Filmerlebnis ab.

ASTOR Film Lounge: Sitzplätze & Ausstattung

  • Saal 1: 235 Plätze
  • Saal 2: 118 Plätze
  • Saal 3 im Bibliotheks-Design: 75 Plätze
  • Soundsystem: Dolby Atmos
  • Klimaanlage: Säle und Foyer

Anfahrt & Öffnungszeiten

Praktischerweise verfügt das Kino über eine Tiefgarage. Außerdem befindet sich das Parkhaus Speicherstadt direkt gegenüber des Kinos.

  • Adresse: Am Sandtorkai 46a, 20457 Hamburg
  • Öffnungszeiten:
    – Montag bis Donnerstag: 13:00 – 21:00 Uhr
    – Freitag bis Samstag: 11:00 – 23:30 Uhr
    – Sonntag: 11:00 – 21:00 Uhr
  • Ticket-Hotline: 01805 – 777 966


Nostalgie in Kugelform: Hamburgs letzte Kaugummiautomaten

An manchen Hamburger Hauswänden hängen sie bereits seit Jahrzehnten: Klassische rote Kaugummiautomaten, die heute mehr mit nostalgischen Wert glänzen, als mit ihrer Funktionalität oder Inhalt überzeugen.

Bei vielen wecken die Automaten noch heute Kindheitserinnerungen. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg kamen die ersten Automaten nach Deutschland – so gehören sie auch rund 70 Jahre später immer noch zum Stadtbild in Hamburg. In manchen Stadtteilen mehr, in machen weniger. Bei diesem Exemplar (im schönen Eilbek) sind gerade Spookie Eyes, Mini-Taschenmesser und Perlen-Armbänder im Angebot. Von 10 bis 50 Cent ist für jeden Micky Maus Geldbeutel etwas dabei.

Nicht nur Bubble Gum ist im Angebot

Schaufenster bzw. Schaugläser eines typischen Kaugummiautomaten

Laut Bundesverband der Warenautomatenhersteller gibt es noch heute circa 500.000 bis 800.000 Kaugummiautomaten in Deutschland. Diese Zahlen sind allerdings eine Schätzung, denn das Kaugummi-Straßen-Business ist alles Andere als durchsichtig.

Kaugummiautomaten in Hamburger Stadtteilen

Alte Kaugummi-Automaten findet man verteilt in der ganzen Stadt. In Winterhude und Wandsbek scheint es aber noch besonders viele Exemplare zu geben. Fast alle kämpfen leider mit Vandalismus-Problemen.

Mancherorts, wie beispielsweise in der Barnerstraße, werden sie auch einfach von der Natur eingeholt. Wieder andere Automaten sind auffällig gut erhalten, wie beispielsweise in der Wandsbeker Chaussee. Hier mal ein paar Standorte in Hamburg, an denen sich Glück in Kugelform kaufen lässt:

  • Saarlandstraße / Jarrestraße in Winterhude
  • Blomkamp 32, Osdorf
  • Barnerstraße 42, Ottensen
  • Clemens-Schultz-Straße, St.Pauli
  • Holländische Reihe, Ottensen (leider kaputt)
  • Sievekingsallee 157, vor dem Horner Kreisel

Freistehender Kaugummiautomat im Stadtteil Horn

Wer füllt die Kaugummiautomaten eigentlich auf?

Manch ein Kaugummiautomat rostet ohne Inhalt vor sich dahin – andere Automaten wiederum müssen relativ zeitnah gefüllt worden sein. Die Gründe, warum Automaten einsam und verlassen vor sich hin vegetieren, hat ganz verschiedene Gründe: Zum einen schwarze Schafe, die das Geschäft aufgegeben haben, ohne sich um dem Verbleib der Geräte zu kümmern. Zum anderen Betreiber, die mit ihren Geräten gealtert sind. Diese heute ausfindig zu machen, ist gar nicht so leicht, da nur wenige Automaten über Betreiber-Informationen verfügen.

Erschwerend kommt hinzu: Wenn einer der ziemlich anonymen Betreiber verstirbt, ist es schwer, all seine Standorte später aufzuspüren, selbst wenn jemand die roten Kisten übernehmen wollen würde.

Wie funktioniert ein Kaugummiautomat?

Die Funktionsweise einen typisches Kaugummiautomat ist denkbar einfach, da sie rein mechanisch funktioniert. Zunächst einmal wartet der Automat auf Geldeinwurf. Mit der Eingabe der richtigen Münze lässt sich der Drehgriff bedienen. Mit dem Bedienen des Drehgriffs landet die eingeworfene Münze in einem Sammelbehälter. Ist dies geglückt, wird die Ware freigegeben und landet im Ausgabefach. Eine Geldrückgabe ist nicht vorgesehen – was einmal im Automaten landet, bleibt im Automaten.

Funktionsweise einen typisches Kaugummiautomat

Kaugummiautomaten sind übrigens ein rein-westdeutsches Phänomen. Als die Blechkisten ihre große Zeit hatten, war Deutschland noch ein geteiltes Land. Bubble Gum war im Ursprung viel zu amerikanisch. In der ehemaligen DDR wäre man im Leben nicht auf die Idee gekommen, diese Automaten zu adaptieren.

Kult-Blechkiste wird weiterleben

Dennoch ist es ein Geschäft, das von manch einem Betreiber ernsthafter genommen wird, als es der Zustand der Automaten vermuten lässt. So sind manche Kaugummiautomaten äußerst gut gefüllt. Irgendjemand muss scheinbar Wirklich für Nachschub an Kugeln und Halsbändern sorgen.

Ein Automat wirft zwischen 10 und 100 Euro ab pro Jahr ab. Ein besonders frequentierten Orten kann es auch deutlich mehr sein. Man benötigt also eine gewisse Anzahl an Automaten, um davon leben zu können. Oft handelt es sich um Ein-Mann-Betriebe, die große Gebiete abdecken.

Die Anzahl an klassischen roten Blechkisten aus den 70er und 80er Jahren wird sicher sicherlich nicht mehr erhöhen. Gänzlich verschwinden werden Kaugummiautomaten so zeitnah allerdings auch nicht.