6 traditionelle Hochzeitsbräuche die jede Feier bereichern

Die meisten traditionellen Hochzeitsbräuche sind in unserer heutigen Zeit, in der alles hektisch und unromantisch geworden ist, fast ausgestorben. Besonders in den letzten Jahren blühen einige der alten Hochzeitsbräuche aber wieder auf. Die Bräuche sollen dem Brautpaar in der Zukunft Glück bringen und sie vor Tränen in der Zukunft beschützen.

Viele Paare wollen sogar bei abnehmenden Mond nicht heiraten, weil hier das Glück ebenfalls abnimmt. Man sollte auch vormittags heiraten, wo die Sonne noch ansteigt, als am späten Nachmittag, wo sie eher am sinken ist. Der alte Glaube besagt auch, dass die Braut auf dem Weg zur Trauung, einem Mann, einer Taube, einer Spinne oder einer schwarzen Katze begegnen sollte. In dem Fall wird ihr Glück in der Zukunft versprochen. Wenn ihr dann zufällig Polizisten, Pfarrer oder Doktoren begegnen, kann es kaum noch besser werden.

Hochzeitsbräuche und Aberglaube

Auch Regen am Hochzeitstag soll nach dem Spruch „Wenn es regnet am Altar, bringt es Glück für viele Jahr“, für viele schöne Bescherungen sorgen. Natürlich gibt es auch viele Dinge, die Unglück bringen, wie zum Beispiel getragene Perlen und ein fallengelassener Ehering. Unten werden nun ein paar vergessene Hochzeitsbräuche vorgestellt, die so langsam wieder in den Toren kommen.

Pfennige im Schuh der Braut

  • Damals war es üblich, dass die Mädchen schon von klein auf für ihre Brautschuhe sparen mussten, denn eine einzige Münze reichte nicht aus. Die Mädchen wurden von der Familie, Freunden und Verwandten unterstützt. Am Tag der Hochzeit sollte sie sich nämlich teure Schuhe leisten, die zeigen würden, wie sparsam sie doch war. Die Pfennige stehen auch für Glück. Auch heute kann man noch nach dieser Tradition Brautschuhe kaufen.

Man muss nur den richtigen Schuster dafür finden, der bei dem Spaß mitmacht. Viele sind ganz und gar nicht begeistert, wenn die Schuhe in Cents bezahlt werden sollen; deshalb sollte im Voraus schon nachfragen. Um diese schönen Brauch zu untermalen, könnte man eine Schuhbox mit einem Foto der Traumschuhe verzieren und diese zum Sammeln der Centstücke benutzen.

Dosen ans Auto binden

  • Wer noch mehr alte Hochzeitsbräuche will, kann scheppernde Blechen an das Hochzeitsauto binden, das das Hochzeitspaar zur Kirche fahren soll. Das wurde damals gemacht, um mit den lauten Geräuschen böse Geister zu vertreiben. Heute empfinden viele Spaß dabei, die Hochzeitsdosen mit ihren Freunden oder Freundinnen zu gestalten.

Blumenkinder auf der Hochzeit

  • Seit 1970 streuen Kinder Blumen nach der Braut auf dem Weg zum Altar. Ursprünglich kommt dieser Brauch von den Heiden. Der Duft der Blumen soll nämlich die Fruchtbarkeitsgötter anlocken und dem Brautpaar viele Kinder versprechen. Heute gehen beim Auszug aus der Kirche zwei kleine Begleiterrinnen voran, die schöne Kleider tragen und noch schönere Blütenblätter verstreuen. Sie sorgen für eine festliche Atmosphäre und nehmen den Druck.

Baumstamm-Sägen

  • Zu einem der bizarreren Hochzeitsbräuche gehört das Zersägen eines Baumstammes. Hier soll das Ziel erreicht werden, dass jegliche Schwierigkeiten, die in der bevorstehenden Ehe auf einen warten, gemeistert werden können. Während der Zusammenarbeit wird dem Publikum sichtbar, wie toll das Brautpaar zusammen arbeiten kann. Vor allem wird das Symbol sichtbar, an einem Strang zu ziehen und den schweren Weg zusammen zu gehen.

Typisch Norddeutsch: Brautschuhe festnageln

  • Dieser Brauch aus Norddeutschland gehört zum Ablauf des Polterabends, der alle bösen Geister vertreiben soll. Außerdem bringt zerbrochenes Porzellan Glück. Der Polterabend findet traditionell im Elternhaus der Braut statt. Es werden am Abend dann auch viele Hochzeitsbräuche ausgeführt, wie zum Beispiel die Brautschuhe an ein Brett festzunageln, damit sie nicht mehr davonlaufen kann.

Ein weiteres Ritual ist das verbrennen der Hose des Ehemannes. Dieses Symbol zeigt, dass er ab jetzt nicht mehr die Hosen an hat. Außerdem gibt es am Polterabend überwiegend Hühnersuppe, da diese für die Fruchtbarkeit steht und dem Brautpaar eine jede Menge Kinder schenken soll.

5 Dinge für die Braut

Das bekannteste Ritual, dass die Braut am Hochzeitstag etwas Geliehenes, etwas Altes, etwas Neues, etwas Geschenktes und etwas Blaues tragen soll.

  • Die blaue Farbe steht nämlich für die Treue. Daher tragen viele Bräute ein blaues Strumpfband.
  • Das Neue soll für das neue Leben an der Seite des Mannes stehen.
  • Das Alte zeigt das bisherige Leben der Braut. Meist trägt die Braut hier ein schönes Familienerbe.
  • Das Geliehene ist ein Symbol der Freundschaft. Deshalb bekommt die Braut ein Taschentuch von einer Freundin, die glücklich verheiratet ist.
  • Das Geschenkte kommt von einer wichtigen Person, die die Braut weiterhin unterstützen soll.

Weitere traditionelle Hochzeitsbräuche, die zusätzlich durchgeführt werden können ist das Reiswerfen, die Brautentführung und die Morgengabe. Während der Hochzeit ist es wichtig, den ersten Tanz zu tanzen, die Hochzeitstorte zusammen anzuschneiden und den Brautstrauß zu werfen. Der beste Brauch kommt zum Schluss, wenn der Ehemann die Braut über die Schwelle trägt und mit ihr die Ehe vollzieht.

Hochzeit nach Jahreszeiten - Frühling, Sommer, Herbst und Winter

► Hochzeitstage – wann feiern wir eigentlich welche Hochzeit? Diese und viele weitere Informationen und Ideen zum schönsten Tag im Leben befinden sich in unserer Themenwelt Hochzeit in Hamburg.

Galopprennbahn Hamburg-Horn: Bilder vom Derby-Meeting

Die Galopprennbahn Hamburg-Horn (kurz Horner Rennbahn). Hier findet jährlich das größte und bedeutendste Galoppsport-Ereignis in Deutschland statt: Das Deutsche Derby! Erstmals seit 2019 durften in diesem Jahr auch wieder Zuschauer dabei sein – Corona zum Trotz.

Die Horner Rennbahn besteht seit 1855. Wenn hier nicht gerade dreijährige Vollblutpferde auf der 2400 Meter langen Bahn um die besten Plätze streiten, lässt sich der Innenraum der Horner Rennbahn als Park bestaunen. Auf dem Gelände ist auch die älteste Minigolf-Anlage Hamburgs beheimatet.

Siegerpose am Absattelring

Tribünengebäude von der Geläufseite

Blick von der Tribüne auf die Rennbahn


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Spaß und Unterhaltung auch bei Regenwetter

„Wann wird’s mal wieder richtig Sommer“ sang Rudi Carrell 1975 und halb Deutschland sang mit. Verregnete Sommer sind bei uns keine Seltenheit. Der Urlaub in wärmeren Gegenden ist in der Regel kurz, nach zwei höchstens drei Wochen müssen sich die meisten Bürger wieder dem deutschen Regensommer stellen. Ferien und Freizeit kann man aber auch sehr amüsant und unterhaltsam in den eigenen vier Wänden verbringen. Dazu bedarf es nur ein bisschen Fantasie.

Für jeden die richtige Unterhaltung

Ein Besuch im Online-Casino zum Beispiel macht nicht nur bei Regenwetter Spaß. Die Spannung bei einer Partie Poker oder beim Roulette , wenn die Kugel in der Kesselwand kreist, Spaß und Abenteuer bei den neuesten Videospielen oder die erholsame Entspannung, wenn sich die Walzen moderner Slot-Maschinen drehen, das Casino bietet für jeden die perfekte Freizeitunterhaltung. Im Gegensatz zu Casino Esplanade und Co. rund um die Uhr und ganz entspannt vom heimischen Computer oder Smartphone aus.

Außergewöhnlicher Freizeitspaß zu Hause

Man kann und sollte aber nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzen. Das ist auch gar nicht nötig. Es gibt zahlreiche Freizeitangebote, die auch bei Regenwetter gute Laune machen. Wer nicht aus dem Haus möchte, muss sich indes nicht auf die üblichen Gesellschaftsspiele beschränken.

Bier-Pong bei JGA geht immer!

Gerade wenn man Kinder hat, muss man sich öfter etwas Neues einfallen lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Geschmackschallenge? In der Küche finden sich allerlei Geheimnisse, die mit verbundenen Augen „erschmeckt“ werden müssen. Das ist bei Gewürzen gar nicht so einfach wie es sich anhört. Wie schmecken Kardamom, Muskat oder Ingwer? Wie unterscheiden sich Nüsse oder Schokolade, Blattspinat und Salat im Geschmack? Wie schmecken Petersilie, Schnittlauch, Kerbel und Co.? Wer die meisten Geschmäcker richtig erkennt, hat die Challenge gewonnen.

Indoor-Erlebnis mit Kick

Zu den gefragtesten Indoor-Aktivitäten zählen derzeit sogenannte „Escape Rooms“. Sie schießen gerade in jeder Stadt wie Pilze aus dem Boden. Bei dem auf einem Videospiel beruhenden Abenteuerspiel aus Japan wird ein Team in einem meist themenbezogenen Raum eingesperrt und muss in einer bestimmten Zeit Rätsel lösen und Aufgaben erfüllen. Das Team muss Hinweise finden, Codes knacken und Schlösser öffnen, um den Raum wieder verlassen zu können. Man kann einen solchen Escape Room aber auch zu Hause entwickeln.

Es bedarf nur einer gewissen Vorarbeit: Wie bei einer Schnitzeljagd werden Hinweise zum Beispiel in einer mit einem Zahlenschloss gesicherten Schachtel versteckt. Um sie zu öffnen, muss ein Rätsel gelöst oder eine Aufgabe bewältigt werden. In der Schachtel steckt das nächste Rätsel. Vorschläge für Rätsel und wie man einen Escape Room aufbaut, gibt es im Internet.

Lange bekannt und immer noch sehr beliebt​

Viel Spaß für Groß und Klein bringt das Pantomime-Spiel. Eine Person versucht durch Gesten, Gesichtsausdruck und Bewegungen eine bestimmte Person oder ein Tier darzustellen.

Die anderen müssen raten, um wen oder was es sich handelt. Sprechen ist für den Darsteller verboten. Richtig interessant wird das Spiel, wenn ein Mitspieler einen Begriff auf einen Zettel schreibt und ein anderer die Darstellung übernimmt. Ist die Zahl der Mitspieler groß, können Teams gebildet werden, die gegeneinander antreten. Das auch unter dem Namen Scharade bekannte Spiel macht jeden verregneten Nachmittag zu einem amüsanten Erlebnis.

Vanillekipferl – so einfach und so lecker mit unserem Rezept

Vanillekipferl sind nicht nur in der kalten Jahreszeit ein Plätzchen-Klassiker. In der Zubereitung gelingen die kleinen Vanille-Leckereien einfacher als man denkt – besonders mit unserem tollen Rezept.

Um Original-Vanillekipferl zu schaffen benötigt man 60 Minuten Zeit, Backpapier und folgende Zutaten:

Zutaten für das Rezept Vanillekipferl

  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g Mandeln (am Besten gemahlen & ohne Haut)
  • 80 g feiner Zucker 2 Eigelbe (Größe M)
  • 1-2 Vanilleschoten (wahlweise Vanillezucker)
  • Prise Salz

1. Mürbeteig zubereiten

Mehl mit in eine Rührschüssel geben. Alle genannten Zutaten hinzufügen. Dann mit mit einem Mixer (Knethaken) zu einem Teig verarbeiten. Beginnen Sie zunächst auf niedrigster Stufe. Teig anschließend auf einer bemehlten Fläche zu einem glatten Teig verkneten.

3. Vanillekipferl formen

Den Teig in 4-5 cm lange Stücke schneiden und zu kleinen Hörnchen formen. Die geformten Stücke auf das Backblech legen.

4. In den Backofen schieben

Die Vanillekipferl aus dem Backofen holen und vom Blech ziehen. Auf dem Papier mit Puderzucker bestreuen. Vanillekipferl erkalten lassen und dann erneut bestreuen.

5. Vanillekipferl genießen

Fertig! Nun lassen sicher rund 80 leckere Vanillekipferl genießen – je nach dem, wie üppig man die einzelnen Kipferl geformt hat. Wir wünschen guten Appetit!

Vanillekipferl zaubern an Weihnachten

Das Kipferl und seine Geschichte

Traditionell sind Vanillekipferl ein deutsch-österreichisch-böhmisches Gebäck. Der Legende nach kamen sie Marie Antoinette, eine Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, im 18. Jahrhundert nach Frankreich. Sie wurden jedoch aus Hefeteig hergestellt und entsprechend der Sichelform des zunehmenden Mondes (bekannt unter: croissant de lune) umbenannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam in Frankreich das heutige Croissant aus Plunderteig auf.

Guten Appetit!

Um die kleinen Kekse ranken sich so einige Mythen. Fakt ist jedoch: Vanillekipferl eignen sich perfekt zum Tee und Glühwein und sind deshalb an Weihnachten so beliebt. Ein wahrer Klassiker, besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zumal die Zubereitung auch so kinderleicht ist.

Weitere tolle Backideen sammeln wir unserer Kategorie Rezepte – beispielsweise Schmalzgebäck wie vom Hamburg Dom zum nachbacken. Bon appétit!

Ahoi – Bedeutung, Entstehung und Herkunft

Ahoi entstammt der deutschen Seemannssprache. Es dient als Signalwort, um ein Schiff bzw. Boot anzurufen. Der maritime Ruf kommt in ähnlicher Aussprache und Schreibung in mehreren Sprachen vor.

In Hamburg ist das Wort „Ahoi“ seit Jahren wieder sehr beliebt. Es ziert T-Shirts, To-Go Kaffeebecher und Werbetafeln. Als Gruß wird Ahoi aber auch in anderen Ländern genutzt. Beispielsweise Tschechien und der Slowakei. Dort allerdings leicht anders geschrieben: „Ahoj“.

Ursprung des Wortes Ahoi

Das englische Ahoy stellt die Ursprungsform vom heutigen Ahoi dar. Die erste Verwendung wurde 1751 nachgewiesen. Die früheste Aufzeichnung für das deutsche Ahoi stammt von 1828. Erfinder Alexander Graham Bell hatte sogar einst vorgeschlagen, das Grußwort auch im US-Telefonverkehr zu nutzen. Ahoj setzte sich hier aber nicht gegen Thomas Alva Edisons Vorschlag „Hello“ durch.

Aussprache & Betonung:

  • Aussprache/Betonung: IPA: [aˈhɔi̯]
  • Gebrauch: Seemannssprache

Synonyme für Ahoi

  • Aloha,
  • Gruetzi,
  • Grüß Dich,
  • Bonjour,
  • Ay!

➤ Wenn Du das nächste Mal jemanden maritim begrüßen möchtest, dann entgegne ihm/ihr doch ein herzliches „Ahoi!“. Hier weitere Hamburger Begriffe und Sprichwörter wie Butter bei die Fische entdecken.

Tschüss – Bedeutung, Herkunft und Definition des Wortes

In Hamburg sagt man Tschüss, so heißt es in einem bekannten Volkslied von Heidi Kabel. Tatsächlich ist der Abschiedsgruß Tschüss bzw. Tschüs in der Hansestadt und im gesamten norddeutschen Raum weit verbreitet. Seinen Ursprung hat das Wort allerdings nicht in Hamburg.

Tschüss stammt vermutlich aus dem niederdeutschen Raum. Es entstand im 20. Jahrhundert aus der Form atschüs bzw. durch die Erweichung des „J“ aus dem niederdeutschem adjüs, wodurch die Kurzform tjüs entstanden ist. „Adjüs“ leitet sich wiederum vom spanischen „Adiós“ ab. Spanische Seefahrer brachten es wohl erstmalig nach Hamburg.

Tschüss oder Tschüs?

Tschüss kann mit einem S oder mit Doppel-S geschrieben werden. Außerdem ist Groß- oder Kleinschreibung möglich: So lässt sich Tschüs oder tschüs, Tschüss oder tschüss sagen.

Aussprache & Betonung:

  • Worttrennung: tschüs, tschüss
  • Aussprache/Betonung: IPA: [t͡ʃyːs]
  • Gebrauch: Umgangssprachlich
  • Alte Rechtschreibung: Tschüß
  • Tschüss auf Spanisch: adiós

Verwendungsbeispiele:

  • „Ich muss los. Tschüss, bis morgen!“
  • „Tschüss, Tantchen! Ruf mich an, wenn Du zuhause bist.“

Passende Synonyme:

Ähnliche Worte wie Tschüss.

  • Auf Wiedersehen,
  • Bye Bye,
  • Ciao,
  • Adieu,
  • Machs gut!

➤ Wenn Du das nächste Mal jemanden typisch-hamburgisch verabschieden möchtest, dann entgegne ihm/ihr doch ein herzliches „Tschüss, bis zum nächsten Mal“. Hier weitere Hamburger Begriffe und Sprichwörter wie Butter bei die Fische entdecken.