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Pyrotechnik zu Silvester: Verkaufsverbot treibt Käufer in Nachbarländer

Feuerwerkskörper dürfen dieses Jahr nicht in Deutschland verkauft werden. Das Verkaufsverbot in Deutschland bleibt auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gültig. Hersteller von Feuerwerkskörpern sind betroffen und sauer, weil die Kunden zurzeit in die Nachbarländer ausreisen, um dort ihren Bedarf an Feuerwerkskörpern einkaufen.

In Dänemark verkauft die Baumarktkette Bygma schon seit 15. Dezember Feuerwerkskörper und Silvesterböller. In der Werbung der Baumarktkette werden deutsche Kunden sogar direkt angesprochen. Die T-Hansen-Gruppe öffnet eine weitere Verkaufsstelle direkt an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark, um Feuerwerk aus Dänemark den deutschen Verbraucher zu verkaufen.

Hamburgern bringt diese Lücke wenig

Denn in ganz Hamburg gilt dieses Jahr wieder ein absolutes „Böllerverbot“. Dies teilte Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher mit. „Böller-Verletzungen“ sollen die Krankenhäuser nicht zusätzlich belasten. Damit wird auch in diesem Jahr die typische Silvester-Akustik in der Hansestadt gänzlich fehlen.

Silvester am Hamburger Hafen

Landungsbrücken: Diese Kulisse wird auch Silvester 2021/2022 wieder fehlen

Schon in den Jahren vor Corona wurden in Hamburg spezielle Zonen geschaffen, in denen das Knallen von Feuerwerkskörpern vollständig untersagt wurde. Die Gebiete rund um die Binnenalster und der Rathausmarkt sowie das nahe City-Umfeld gehörten dazu. Diese Zonen wurden auch von der Polizei kontrolliert. Nicht ohne Grund – denn hier kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen. Speziell zwischen Europapassage und Alster-Anleger sorgten diverse Personengruppen in den Jahren zuvor für Ärger.

Gründe für Feuerwerksverbot nur vorgeschoben?

Ein generelles Feuerwerks-Verbot, besonders wenn es auf dem eigenen Grund und Boden stattfindet, können viele Silvester-Fans jedoch nicht nachvollziehen. Nachdem inzwischen sogar Bleigießen verboten wurde, sprechen viele von ihnen vom nächsten „Spaßverbot“.

Die Corona-Pandemie ist für sie als Grund des Feuerwerksverbot nur vorgeschoben. Tatsächlich sind wohl nur 5 % aller Krankenhausbesuche zum Jahreswechsel auf Pyrotechnik zurückzuführen. Alkohol hingegen ist die Ursache Nummer 1 für Probleme in den Notaufnahmen.

Da in vielen anderen Bundesländern trotz Verkaufsverbot kein generelles Böllerverbot herrscht, werden viele Hamburger Pyro-Fans ins nahegelegene Schleswig-Holstein oder Niedersachsen ausweichen. Raketen, Fontänen und Böller werden einfach zuvor aus Nachbarländern wie Dänemark, Österreich und Polen importiert. Oder gefährlicher: Sie basteln sich ihre Feuerwerkskörper selbst. Auch aus diesen Gründen beschweren sich die etablierten deutschen Pyrotechnik-Hersteller.

Deutsche Hersteller von Pyrotechnik klagen an

Die Hersteller von Feuerwerkskörper in Deutschland sind hart betroffen von solchen Maßnahmen. Viele Angestellte in der Branche fürchten um ihren Job. Die Hersteller von Feuerwerkskörper haben schon letztes Jahr schwere Einbußen in Kauf nehmen müssen und sind auch dieses Jahr verärgert von dem Verbot. Denn in Nachbarländern darf nach wie vor Feuerwerk verkauft werden.

Der Kieler Hersteller WECO Feuerwerk beklagt, dass viele Menschen nun lebensgefährliche Feuerwerkskörper kaufen, oder sich selbst die Knaller basteln. Legale Feuerwerkskörper haben eine CE-Kennzeichnung und eine Zulassung von der EU und sind der Kategorie F2 zuzuordnen.

Deutsche Zollbehörden kontrollieren Einkäufe von Feuerwerkskörpern

Auf die Zollbehörden an Grenzen und in der Deutschen Bundespost kommen vor Silvester verstärkte Kontrollen hinzu. Damit möglichst wenig illegale Feuerwerkskörper hier in Deutschland entzündet werden können, kontrollieren Zollbeamte und Polizeiangestellte an Grenzen stichprobenartig Fahrzeuge auf Einkäufe.

In Polen kaufen seit vielen Jahren auch viele deutsche Kunden ihre Knaller und Raketen für ein Silvesterfeuerwerk ein. Das wird besonders beobachtet. Zollbeamte kontrollieren auch Pakete, die vom Ausland in Postsammelstellen vor Silvester eintreffen, weil viele Feuerwerkskörper auch im Ausland bestellt werden. Nur legale und für den deutschen Markt zugelassene Feuerwerkskörper dürfen im Ausland bestellt bzw. gekauft werden. Das heißt, sie müssen unbedingt ordentlich gekennzeichnet sein.

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(Artikel: ahoihamburg | Bild: Symbolbild)

Globetrotter-Mitarbeiter klaut Ware für 100.000 Euro

Ein Verkäufer aus Hamburg steht mit der Anklage des Diebstahls und des Verkaufs der Hehlerware aktuell vor Gericht. Er hat nachweislich und vorsätzlich seinen Arbeitgeber „Globetrotter“ in Barmbek-Nord im Bezirk Hamburg-Nord um eine beträchtliche Anzahl an Artikeln erleichtert und zusätzlich die gesamte entwendete Ware im Internet zum Verkauf angeboten.

Die Anzahl der gestohlenen Artikel liegt im dreistelligen Bereich und der Schaden der entwendeten Outdoor-Artikel beläuft sich im Gesamtwert auf mehr als 100.000€. Unter den gestohlenen Waren befinden sich unter anderem über 50 Zelte und ein Schlauchboot. Ebenso liegen der Beute des Diebes unzählige Regenjacken bei. Diese Menge an Diebesgut konnte sich nur ansammeln, weil die diebische Elster sich über mehrere Monate unbemerkt am Inventar der Firma „Globetrotter“ schamlos bedient hat.

Bei einer Inventur wurden andere Mitarbeiter aufmerksam

Auf den Diebstahl wurden andere Mitarbeiter des Unternehmens während einer routinemäßigen Inventur des Lagerbestandes aufmerksam und haben umgehend die Polizei verständigt. Die Behörden haben die Ermittlungen im Anschluss aufgenommen. Verschiedene Angebote der gestohlenen Outdoor-Artikel, welche stark vergünstigt im Internet angeboten wurden, ließen die Ordnungshüter neugierig und hellhörig werden.

Nach einer Kontaktaufnahme und unter dem Vorwand eines Scheinkaufes sind die Beamten beim Verkäufer eingetroffen und haben die Wohnung überprüft. Hierbei sind die Polizisten direkt fündig geworden: Es wurden mehrere hundert Artikel, welche teilweise noch mit den Markenetiketten des „Globetrotter“ Geschäftes versehen waren, entdeckt und wurden durch die Ordnungshüter direkt konfisziert.

Das gesamte Diebesgut wurde vom Dieb im einem Dachverschlag seiner Wohnung gebunkert. Die Polizei hat mehr als 400 der gestohlenen Teile im Restwert von über 60.000 sicherstellen können. Am Montag, den 20.12.2021, musste sich der 38-Jährige Langfinger wegen seines „gewerbsmäßigen Diebstahls“ vor dem Amtsgericht Barmbek verantworten.

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(Artikel: ahoihamburg | Bild: Symbolbild)

Harvestehude: Gangster rauben Luxusuhr vom Handgelenk

Ein dreister Uhren-Raub ­beschäftigt die Hamburger Poli­zei. Am Eppendorfer Baum wurde vergangenen Samstag einem 52-Jährigen eine Patek Philippe Aquanaut (Marktwert ca. 60.000 Euro) vom Handgelenk geklaut.

Der 52-Jährige hatte gerade sein Auto eingeparkt, als die Täter mit einem Motorrad hinter ihm hielten. Sie stiegen ab und stellten sich vor die Fahrertür, dessen Fenster bereits geöffnet war. Einer bedrohte ihn mit einem Messer während sein Komplize ihm die kostbare Uhr vom Armgelenk riss. Als sich das Opfer wehrte, wurde das Visier vom Helm des Angreifers abgerissen. Die Kriminalpolizei untersucht dieses nun auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren.

Nicht der erste Luxusuhren-Diebstahl dieser Art

In Metropolen wie Paris oder London sorgten solche Diebstähle in der Vergangenheit häufig für Schlagzeilen. Nun scheint diese kriminelle Qualität auch in Hamburg angekommen zu sein. Bislang hat man es dabei häufig auf Rolex-Uhren abgesehen. 2020 wurde beispielsweise einem 67-Jährigen auf ähnliche Art und Weise eine Rolex Submariner an der Zufahrt einer Tiefgarage in Winterhude abgenommen.

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(Artikel: ahoihamburg | Bild: Symbolbild)

24-Jähriger Polizist aus Hamburg stirbt nach Übung

Ein Bereitschaftspolizist aus Hamburg ist nach einer Übung in Mecklenburg-Vorpommern verstorben. Das teilte die Hamburger Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Der junge Polizist hat an einer „körperlich belastenden Übung“ im Rahmen seiner Basisausbildung im Nordverbund Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen. Danach habe sich sein Gesundheitszustand verschlechtert. „Trotz sofortiger notärztlicher Versorgung starb der junge Polizist“ am vergangenen Mittwochmorgen, heißt es in dem Tweet.

Bis zur Trauerfeier: Streifenwagen mit Trauerflor

Nun ermittelt das Landeskriminalamt in Mecklenburg-Vorpommern. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen aktuell aber nicht, so die Polizei. Bis nach der Trauerfeier, so kündigten die Beamten an, sollen die Hamburger Streifenwagen mit Trauerflor zu fahren.

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Großmoordamm: 1000-Pfund-Fliegerbombe in Harburg entschärft

Weltkriegsbomben und Blindgänger: Immer wieder werden sie in Hamburg verteilt noch gefunden. Nun war es auch in Harburg am Großmoordamm wieder der Fall, dass eine Bombe entschärft werden musste.

Bei Sondierung-Arbeiten wurde die schwere und massive Sprengbombe gefunden und nach der Identifizierung der Bombe konnten die Arbeiten der Feuerwehr und des Sprengmeisters beginnen. Die Feuerwehr berichtete, dass bevor es mit der Entschärfung losgehen konnte, die 1000 Pfund (0,45 Tonnen) Bombe aus sieben Meter Tiefe hoch transportiert werden musste.

Außerdem wurde berichtet, dass es bei der Entschärfung vor allem Probleme bei dem Erreichen des Zünders gab. Dieser war nämlich im Inneren verdeckt und musste präzise und vorsichtig von dem Sprengkörper entfernt werden.

Fliegerbombe wurde per Hand entschärft

Da alles sehr eng verbaut war, musste die Arbeit auch noch per Hand durchgeführt werden. Dies war wohl für alle Beteiligten vor Ort eine spannende Situation. Bei der Bombe handelte es sich um eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, welche von dem geschulten und professionellem Sprengmeister erfolgreich entschärft werden konnte.

Zuvor wurden in Hamburg-Harburg natürlich alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Der Sperrradius belief sich auf 300 Metern, da das Gebiet aber nicht groß bewohnt ist, war es kein Problem die Menschen fernzuhalten.
Außerdem durfte sich im Warnradius von 1000 Metern kein Mensch im Freien aufhalten und auch der Bankverkehr war betroffen. Der Fernbahnverkehr nach Hannover und Bremen wurde zeitweise eingestellt. Daher kam es bei der Deutschen Bahn und im Regionalen öffentlichen Verkehr zu Ausfällen und Verspätungen.

Um 19:12 Uhr konnte die Feuerwehr Entwarnung geben und alle Sperrungen wurden aufgehoben. Somit konnten die Menschen zurück in Ihre Häuser und Wohnungen und der Bahnverkehr konnte wieder stattfinden.

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(Artikel: ahoihamburg.de – Symbolbild dank Pixabay)

Cremonbrücke soll trotz Protesten abgerissen werden

Das Ende der Cremonbrücke ist wohl beschlossene Sache. Alle Bemühungen des Denkmalvereins Hamburg den Abriss der Brücke zu verhindern scheiterten.

Die Cremonbrücke an der sechsspurigen Willy-Brandt-Straße dient seit 1982 als Fußgängerüberweg. Noch Ende diesen Jahres soll der Rückbau des blau-gefärbten Bauwerks beginnen. Zukünftig soll hier eine ebenerdige Fußgängerüberquerung entstehen. Ob der Abriss einer ampelfreien Querung den Verkehrsfluss an dieser Stelle verbessern wird ist wohl mehr als fraglich. Ob dies zukünftig überhaupt noch einen Anspruch darstellen soll ebenfalls.

Gründe für den Abriss der Cremonbrücke

Die Brücke sei nicht barrierefrei und die Trennwirkung der Willy-Brandt-Straße soll reduziert werden. Diese Gründe teilte die Verkehrsbehörde gegenüber dem NDR mit.

Vielen Bürgern, die sich für den Erhalt bzw. Sanierung der Cremonbrücke einsetzen, erscheinen diese Gründe als vorgeschoben. Für sie ist die Sache klar: Scheinbar willkürlich wird ein Denkmal entfernt, obwohl schon seit Jahren unterschiedliche Institutionen für eine Erhaltung und Sanierung der Brücke plädieren. Zusammen mit dem denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank bilde die Cremonbrücke ein Ensemble, dass unweigerlich zusammengehört.

Abriss der Cremonbrücke Hamburg
Aktionen wie Cornern auf Crémant zeigten aber scheinbar keine Wirkung auf Politik und Behörden. Weder Verkehrssenator Antje Tjarks (Grüne Hamburg) noch andere Abgeordnete der Bürgerschaftsfraktionen lassen sich zum Thema Cremonbrücke an dieser Stelle zitieren.

Wie geht’s an der Willy-Brandt-Straße weiter?

Bereits ab Herbst 2021 sollen Radfahrer und Fußgänger mittels provisorischen Querung über die Straße geführt werden. Damit beginnt auch der Rückbau der Cremonbrücke. Die Stadtentwicklungsbehörde schreibt derweil einen Wettbewerb zur Aufwertung des Hopfenmarkts aus.

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Update: Abriss hat am 28. Oktober begonnen

Am Donnerstagabend startete der Rückbau der Cremonbrücke – die Zugänge zu den drei Rolltreppen sind bereits eingezäunt. Der Rückbau wird bis Anfang 2022 andauern.

Abriss der Cremonbrücke hat am 28. Oktober 2021 begonnen Eingezäunte Rolltreppe vor Abriss der Brücke