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Eidelstedt: Peterwagen schleudert im Einsatz in Gegenverkehr

Ein Peterwagen der Hamburger Polizei ist am Donnerstag-Morgen (05. Mai 2022) auf der Kieler Straße im Einsatz verunglückt – beide Polizisten wurden verletzt.

Die Beamten befanden sich auf Einsatzfahrt zum Tatort in Lurup, an dem ein Raub gemeldet worden war. Aus bislang noch ungeklärten Gründen krachte der Streifenwagen zuerst in ein parkenden PKW. Danach verlor der Fahrer wohl vollständig die Kontrolle über den Wagen und schleuderte in den Gegenverkehr. Dort prallte der Streifenwagen mit einem Mercedes-Geländewagen zusammen. Das Ganze ereignete sich im Bereich des Eidelstedter Platzes. Der Fahrer des Fahrzeugs bleib unverletzt und die Kieler Straße wurde gesperrt.

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Russische Oligarchen-Yacht Dilbar doch nicht beschlagnahmt

Entgegen der Meldungen der letzten Tage, wurde die Luxusjacht „Dilbar“ des russischen Milliardärs Alisher Usmanow noch nicht beschlagnahmt. Die Yacht liegt derzeit im Hamburger Hafen im dortigen Dock von Blohm+Voss.

Zuvor wurde berichtet, dass die Yacht beschlagnahmt wurde, da der russische Besitzer aufgrund des Angriffs seitens Russland gegen die Ukraine auf der EU-Sanktionsliste steht.

Behörden in Hamburg dementieren

Die Yacht ist derzeit jedoch entgegen erster Meldungen noch nicht beschlagnahmt und wurde bislang lediglich in Planen und ein Gerüst gehüllt. Die Hamburger Wirtschaftsbehörde bestätigte dies ebenfalls und verwies auf die originäre Zuständigkeit des Bundeswirtschaftsministeriums. Dieses stimmt laut eigenen Angaben derzeit noch über bevorstehende Sanktionen ab. Die Besitzverhältnisse der „Dilbar“ sind zudem noch nicht abschließend geklärt. Offiziell gehört diese einer Holding auf Malta und kann somit möglicherweise nicht als Vermögenswert Usmanows gezählt und folglich nicht im Rahmen der Sanktionsmaßnahmen beschlagnahmt werden.

Usmanow selbst reiste bereits am Montag, den 28. Februar 2022, aus Deutschland aus. Die „Dilbar“ ist mit einem Wert von 540 Millionen Euro eine der teuersten Yachten der Welt und aufgrund ihrer vielen Räume wahrscheinlich sogar die Größte. Sie verfügt über zwei Hubschrauber-Landeplätze, einen Airbus Helikopter, einen 25m Pool, eine Sauna, zwölf Suiten für bis zu 24 Gäste und vieles mehr. Sie wird von einer 96-köpfigen Crew betrieben.

Putins Jacht verließ Hamburg sehr plötzlich

Russlands Präsident Putin hatte seine eigene Yacht, die „Graceful“, bis Anfang Februar ebenfalls im Hamburger Hafen geparkt, ließ diese jedoch mehr oder weniger über Nacht aus dem dortigen Dock abholen. Yachten weiterer russischer Oligarchen befinden sich teils ebenfalls noch in europäischen Häfen. Über geplante Sanktionen oder Beschlagnahmen gibt es hier jedoch noch keine Erkenntnisse.

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Messerattacke in Harburg: Mann im Krankenhaus – Täter flüchtig

Am Samstag hat sich abends vor dem Phönix-Center in Harburg eine Messerstecherei ereignet. Ein Mann ist schwer verletzt worden. Durch diese Messerattacke ist eine helle Aufregung vor dem Einkaufscenter entstanden.

Die Polizei und der Krankenwagen sind angerufen worden, da ein Mann mit mehreren Stichverletzungen verletzt worden ist und geblutet hat. Der Täter hat die Flucht ergriffen. Ein Großangebot der Polizei hat die Unfallstelle kurz nach der Tat abgesichert. Die Polizei ermittelt nun in einer Mordkommission.

Kurze Zeit später ist ein Rettungswagen eingetroffen und hat sich um den Verletzten gekümmert. Der verletzte Mann ist in ein umliegendes Krankenhaus abtransportiert worden. Zum Alter und Herkunft des Mannes lagen zunächst keine Informationen vor. Die Polizisten ermitteln in alle Richtungen. Es sei nicht auszuschließen, dass mehr als ein Täter für die Tat verantwortlich ist.

Mordkommission nimmt Ermittlungen auf

Die Polizisten haben zunächst die Aussagen der anwesenden Personen und Augenzeugen aufgenommen. Da der Mann laut Polizeiangaben „nicht unerheblich“ verletzt worden ist, wird er jetzt erst mal im Krankenhaus behandelt. Über den Gesundheitszustand des Opfers ist ansonsten bisher wenig bekannt.

Die Attacke mit dem Messer ist allerdings ein Tatbefund, der in die Zuständigkeit der Mordkommission fällt. Die örtlichen Pressereporter sind auch vor Ort gewesen und berichten in der Zeitung und in den Medien weiter über den Fall. Wer Näheres über den Fall weiß, wird gebeten, sich bei der Polizei in Hamburg Harburg zu melden. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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Zwei Dutzend tote Rehe in der Winsener Marsch gefunden

24 tote Rehe sind in den vergangenen Tagen in der Winsener Marsch entdeckt worden. Wie der Landkreis Harburg am Donnerstag mitteilte, geht man von einer Vergiftung durch Kirschlorbeer aus.

Zuletzt wurden mehrere Stellen entdeckt, an denen Grünschnitt von Kirschlorbeerhecken entsorgt wurden. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ist giftig und stellt eine akute Gefahr für Wildtiere dar. Der Landkreis appellierte daher an die Bürger, diesen Abfall nicht in der Natur zu entsorgen. Kirschlorbeer gehört in die Bio-Tonne oder zur Entsorgung an die Annahmestellen des Landkreises.

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(Artikel: ahoihamburg | Bild: Symbolbild)

Pyrotechnik zu Silvester: Verkaufsverbot treibt Käufer in Nachbarländer

Feuerwerkskörper dürfen dieses Jahr nicht in Deutschland verkauft werden. Das Verkaufsverbot in Deutschland bleibt auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gültig. Hersteller von Feuerwerkskörpern sind betroffen und sauer, weil die Kunden zurzeit in die Nachbarländer ausreisen, um dort ihren Bedarf an Feuerwerkskörpern einkaufen.

In Dänemark verkauft die Baumarktkette Bygma schon seit 15. Dezember Feuerwerkskörper und Silvesterböller. In der Werbung der Baumarktkette werden deutsche Kunden sogar direkt angesprochen. Die T-Hansen-Gruppe öffnet eine weitere Verkaufsstelle direkt an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark, um Feuerwerk aus Dänemark den deutschen Verbraucher zu verkaufen.

Hamburgern bringt diese Lücke wenig

Denn in ganz Hamburg gilt dieses Jahr wieder ein absolutes „Böllerverbot“. Dies teilte Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher mit. „Böller-Verletzungen“ sollen die Krankenhäuser nicht zusätzlich belasten. Damit wird auch in diesem Jahr die typische Silvester-Akustik in der Hansestadt gänzlich fehlen.

Silvester am Hamburger Hafen

Landungsbrücken: Diese Kulisse wird auch Silvester 2021/2022 wieder fehlen

Schon in den Jahren vor Corona wurden in Hamburg spezielle Zonen geschaffen, in denen das Knallen von Feuerwerkskörpern vollständig untersagt wurde. Die Gebiete rund um die Binnenalster und der Rathausmarkt sowie das nahe City-Umfeld gehörten dazu. Diese Zonen wurden auch von der Polizei kontrolliert. Nicht ohne Grund – denn hier kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Problemen. Speziell zwischen Europapassage und Alster-Anleger sorgten diverse Personengruppen in den Jahren zuvor für Ärger.

Gründe für Feuerwerksverbot nur vorgeschoben?

Ein generelles Feuerwerks-Verbot, besonders wenn es auf dem eigenen Grund und Boden stattfindet, können viele Silvester-Fans jedoch nicht nachvollziehen. Nachdem inzwischen sogar Bleigießen verboten wurde, sprechen viele von ihnen vom nächsten „Spaßverbot“.

Die Corona-Pandemie ist für sie als Grund des Feuerwerksverbot nur vorgeschoben. Tatsächlich sind wohl nur 5 % aller Krankenhausbesuche zum Jahreswechsel auf Pyrotechnik zurückzuführen. Alkohol hingegen ist die Ursache Nummer 1 für Probleme in den Notaufnahmen.

Da in vielen anderen Bundesländern trotz Verkaufsverbot kein generelles Böllerverbot herrscht, werden viele Hamburger Pyro-Fans ins nahegelegene Schleswig-Holstein oder Niedersachsen ausweichen. Raketen, Fontänen und Böller werden einfach zuvor aus Nachbarländern wie Dänemark, Österreich und Polen importiert. Oder gefährlicher: Sie basteln sich ihre Feuerwerkskörper selbst. Auch aus diesen Gründen beschweren sich die etablierten deutschen Pyrotechnik-Hersteller.

Deutsche Hersteller von Pyrotechnik klagen an

Die Hersteller von Feuerwerkskörper in Deutschland sind hart betroffen von solchen Maßnahmen. Viele Angestellte in der Branche fürchten um ihren Job. Die Hersteller von Feuerwerkskörper haben schon letztes Jahr schwere Einbußen in Kauf nehmen müssen und sind auch dieses Jahr verärgert von dem Verbot. Denn in Nachbarländern darf nach wie vor Feuerwerk verkauft werden.

Der Kieler Hersteller WECO Feuerwerk beklagt, dass viele Menschen nun lebensgefährliche Feuerwerkskörper kaufen, oder sich selbst die Knaller basteln. Legale Feuerwerkskörper haben eine CE-Kennzeichnung und eine Zulassung von der EU und sind der Kategorie F2 zuzuordnen.

Deutsche Zollbehörden kontrollieren Einkäufe von Feuerwerkskörpern

Auf die Zollbehörden an Grenzen und in der Deutschen Bundespost kommen vor Silvester verstärkte Kontrollen hinzu. Damit möglichst wenig illegale Feuerwerkskörper hier in Deutschland entzündet werden können, kontrollieren Zollbeamte und Polizeiangestellte an Grenzen stichprobenartig Fahrzeuge auf Einkäufe.

In Polen kaufen seit vielen Jahren auch viele deutsche Kunden ihre Knaller und Raketen für ein Silvesterfeuerwerk ein. Das wird besonders beobachtet. Zollbeamte kontrollieren auch Pakete, die vom Ausland in Postsammelstellen vor Silvester eintreffen, weil viele Feuerwerkskörper auch im Ausland bestellt werden. Nur legale und für den deutschen Markt zugelassene Feuerwerkskörper dürfen im Ausland bestellt bzw. gekauft werden. Das heißt, sie müssen unbedingt ordentlich gekennzeichnet sein.

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(Artikel: ahoihamburg | Bild: Symbolbild)

Globetrotter-Mitarbeiter klaut Ware für 100.000 Euro

Ein Verkäufer aus Hamburg steht mit der Anklage des Diebstahls und des Verkaufs der Hehlerware aktuell vor Gericht. Er hat nachweislich und vorsätzlich seinen Arbeitgeber „Globetrotter“ in Barmbek-Nord im Bezirk Hamburg-Nord um eine beträchtliche Anzahl an Artikeln erleichtert und zusätzlich die gesamte entwendete Ware im Internet zum Verkauf angeboten.

Die Anzahl der gestohlenen Artikel liegt im dreistelligen Bereich und der Schaden der entwendeten Outdoor-Artikel beläuft sich im Gesamtwert auf mehr als 100.000€. Unter den gestohlenen Waren befinden sich unter anderem über 50 Zelte und ein Schlauchboot. Ebenso liegen der Beute des Diebes unzählige Regenjacken bei. Diese Menge an Diebesgut konnte sich nur ansammeln, weil die diebische Elster sich über mehrere Monate unbemerkt am Inventar der Firma „Globetrotter“ schamlos bedient hat.

Bei einer Inventur wurden andere Mitarbeiter aufmerksam

Auf den Diebstahl wurden andere Mitarbeiter des Unternehmens während einer routinemäßigen Inventur des Lagerbestandes aufmerksam und haben umgehend die Polizei verständigt. Die Behörden haben die Ermittlungen im Anschluss aufgenommen. Verschiedene Angebote der gestohlenen Outdoor-Artikel, welche stark vergünstigt im Internet angeboten wurden, ließen die Ordnungshüter neugierig und hellhörig werden.

Nach einer Kontaktaufnahme und unter dem Vorwand eines Scheinkaufes sind die Beamten beim Verkäufer eingetroffen und haben die Wohnung überprüft. Hierbei sind die Polizisten direkt fündig geworden: Es wurden mehrere hundert Artikel, welche teilweise noch mit den Markenetiketten des „Globetrotter“ Geschäftes versehen waren, entdeckt und wurden durch die Ordnungshüter direkt konfisziert.

Das gesamte Diebesgut wurde vom Dieb im einem Dachverschlag seiner Wohnung gebunkert. Die Polizei hat mehr als 400 der gestohlenen Teile im Restwert von über 60.000 sicherstellen können. Am Montag, den 20.12.2021, musste sich der 38-Jährige Langfinger wegen seines „gewerbsmäßigen Diebstahls“ vor dem Amtsgericht Barmbek verantworten.

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(Artikel: ahoihamburg | Bild: Symbolbild)